Paläarktis
Das Rotsternige Blaukehlchen ist eine von zehn Unterarten des Blaukehlchens. Das Blaukehlchen ist über die Paläarktis, d.h. über Eurasien, verbreitet.
In Mitteleuropa kommen zwei Unterarten vor: Das Weißsternige Blaukehlchen (L. s. cyanecula), das im Flachland vorkommt, und das Rotsternige Blaukehlchen, das in Mitteleuropa ausschließlich im Gebirge vorkommt. Das Weißsternige Blaukehlchen ist eine europäische Unterart, wogegen das Rotsternige Blaukehlchen von Skandinavien über Sibirien bis Westalaska verbreitet ist. Die Besonderheit des Rotsternigen Blaukehlchens ist, dass es erst im Jahr 1975 von Frau Johanna Gressel in Mitteleuropa als Brutvogel entdeckt wurde.
Das Hundsfeldmoor bei Obertauern
Entdeckt wurde das Rotsternige Blaukehlchen als Brutvogel von Frau Johanna Gressel im Jahr 1975 im Hundsfeldmoor bei Obertauern auf einer Seehöhe von 1750 bis 1900 m ü.M. im Bundesland Salzburg.
Das tschechische Riesengebirge
Im tschechischen Riesengebirge (auf ca. 1.300 m ü.M.) wurde das Rotsternige Blaukehlchen im Jahr 1978 von Herrn Dr. Petr Miles entdeckt (3 Jahre nach der Entdeckung im Hundsfeldmoor). Das Riesengebirge zählt zu den wichtigsten Brutgebieten für das Rotsternige Blaukehlchen in Mitteleuropa.
Das Kärntner Maltatal
Das Brutgebiet im Maltatal in Kärnten ist mit 10 bis 12 Brutpaaren das zweitbedeutendste Brutgebiet des Rotsternigen Blaukehlchens in den Alpen, und nach dem Hundsfeldmoor und dem tschechischen Riesengebirge womöglich das drittbedeutendste in Mitteleuropa. Das Vorkommen wurde im Jahr 2000 vom Biologen Bernd-Olaf Flore entdeckt. Das Gebiet wird von BirdLife Kärnten betreut.
