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1975 entdeckte Frau Johanna Gressel im Hundsfeldmoor
in Obertauern als erste das Vorkommen des Rotsternigen Blaukehlchens in
Mitteleuropa. Sie setzte sich in mühevoller Arbeit für die Unterschutzstellung
des Hundsfeldmoores ein.
Das Blaukehlchen ist ein palearktisches Faunenelement,
d.h. es ist über Europa und Asien verbreitet. In Österreich kommen zwei
Unterarten des Blaukehlchens vor. Das Weißsternige Blaukehlchen ist im
Flachland zu finden und das Rotsternige im Gebirge. Das Blaukehlchen gehört
zur Familie der Drosseln und ist nahe verwandt mit der Nachtigall Luscinia
megarhynchos.
Die Rotsternige Form ist eine von zehn Unterarten des
Blaukehlchens. Das Hauptvorkommen ist in Skandinavien und Sibirien. Ab
1975 wurden einige Vorkommen des Rotsternigen Blaukehlchens in Mitteleuropa
entdeckt. Die größte bekannte Brutpopulation mit 10-21 Brutpaaren befindet
sich in Obertauern (Salzburg). Die zweitgrößte Population mit 9-12 Brutpaaren
wurde im Jahr 2000 im Großelendtal in Kärnten von Herrn Bernd-Olaf Flore
entdeckt. Weitere Brutnachweise wurden für Vorarlberg, die Steiermark,
das Riesengebirge, die Hohe Tatra, die Karpaten und an der italienisch-französischen
Grenze erbracht.
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Das 60-80 ha große Hundsfeldmoor in Obertauern ist
seit 1991 Naturschutzgebiet und seit 1995 Natura 2000 Gebiet. Nach wie
vor besteht der Interessenskonflikt zwischen Naturschutz und den wirtschaftlichen
Zielen in Schigebiet Obertauern.
Das Blaukehlchen ist aufgrund seiner heimlichen Lebensweise
nur wenige Wochen im Jahr zu beobachten. Die beste Zeit für Beobachtungen
ist während der stärksten Gesangsaktivität der Männchen Ende Mai und in
der ersten Junihälfte.
Beobachtungen melden Sie bitte an: kohl.ingrid [AT] chello.at.
2005 gründete Frau Hemma Gressel den Verein zum Schutz
des Rotsternigen Blaukehlchens in Obertauern. Die Erhaltung des Brutgebietes
und die Erforschung der Population sollen ermöglicht werden. Ziel ist
ebenso die Bekanntmachung dieser österreichischen Besonderheit durch Öffentlichkeitsarbeit,
unter anderem durch Vorträge und Ausstellungen. Es sollen jährlich Exkursionen
durchgeführt werden.
Kontonummer: 10200005194, BLZ 55000, HYPO Salzburg
IBAN AT30 5500 0102 000 5194, BIC SLHYAT2S
Kontakt: hemma.gressel [AT] inode.at
| 12.04.2007 |
19:00 Uhr |
Biologiezentrum der oö. Landesmuseen
J.-W.-Klein-Str. 73, A-4040 Linz/Dornach |
| 13.04.2007 |
19:00 Uhr |
BirdLife Salzburg
Gasthof Zum Hirschen, St. Julienstraße 21-23,
A-5020 Salzburg |
| 17.05.2007 |
20:30 Uhr |
Monticola Jahrestagung
Chiemgauer Hof, Lärchenstraße 5, D-83334 Inzell/Bayern |
| 08.06.2007 |
10:30 Uhr |
BirdLife Jahrestagung
Pfarrzentrum, Pfarrgasse 142, A-5431 Kuchl |
Seit 2002 ist Frau Ingrid Kohl in der Erforschung des
Rotsternigen Blaukehlchens involviert. In der Saison 2005 - 30 Jahre nach
der Entdeckung - begann sie mit ihrer Diplomarbeit über das Blaukehlchen
im Hundsfeldmoor. Die Betreuer der Arbeit sind Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad
Fiedler und Dr. Christian Schulze des Departments Populationsökologie
auf der Universität Wien. In erster Linie sollen Informationen über die
Habitatansprüche und die Herkunft der mitteleuropäischen Population gewonnen
werden. Ergebnisse der Arbeit werden folgen.
Fuchs D. (1983): Das Vegetationsmodell des Hundsfeldes
in den Radstädter Tauern, 118 S.
Schubert G. (1992): Die hydrologischen Verhältnisse im Einzugsgebiet der
nördlichen Taurach bei Obertauern (Radstädter Tauern, Salzburg) unter
Berücksichtigung anthropogener Einflüsse, 160 S.
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for English text.
| 09.05.2005 |
Ornitreff (Wien) |
| 19.06.2005 |
30-Jahr-Gedenktag der Entdeckung des Rotsternigen
Blaukehchens in Mitteleuropa (Obertauern)
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| 14.10.2005 |
BirdLife Salzburg |
| 31.03.2006 |
Wissenschaftstag Universität Wien |
| 20.05.2006 |
Berg- und Naturwacht Salzburg (Obertauern) |
| 09.06.2006 |
Monticola Jahrestagung (Galtür, Tirol) |
| 13.-19.08.2006 |
International Ornithological Congress (Hamburg, Deutschland) |
| 07.03.2007 |
BirdLife Wien (Naturhistorisches Museum Wien)
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